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Fragen und Antworten zum Baurecht

Je nach Kanzlei zwischen 150,- € und 250,- € zzgl. MWSt. Für mehr Kompetenz zahlt man mehr, weil der kompetente Anwalt auch schneller zum Ziel kommt.

Man kann zwar Geld sparen, wenn man darauf vertraut, dass alles gut geht; aber grundsätzlich preiswerter ist es, im Vorfeld schon Fehler zu vermeiden.

Grundsätzlich dann, wenn man die Verjährung unterbrechen oder einen streitigen, teuren Prozess vermeiden will. Insbesondere kann man im Beweissicherungsverfahren ggf. so viele Dinge abklären, dass sich nachher ein Hauptprozess vermeiden lässt.

Das Honorar eines Anwalts richtet sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert oder nach Zeitaufwand. Unter gewissen Voraussetzungen sind Abweichungen, die allerdings schriftlich formuliert werden müssen, möglich.

Im Maximum 190,- € zzgl. MWSt.; in der Regel aber nur, wenn die Beratung nicht länger als eine Stunde dauert.

Ein Generalunternehmer arbeitet grundsätzlich mit einem Architekten und verschiedenen Subunternehmern zusammen, also so wie ein Bauherr dies tun würde. Um existieren zu können, muss der Generalunternehmer einen Gewinnzuschlag einkalkulieren, den sich der Bauherr ersparen kann. Andererseits haben Generalunternehmer unter Wettbewerbsaspekten Veranlassung, ihre Preise so eng zu kalkulieren, dass sie günstiger sind als der Bauherr dies aushandeln könnte.

Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse so sind, dass man den Prozess nicht bezahlen könnte, dann erhält man auch im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens PKH .

Sollte sich der Gegner im Verzug befinden, dann hat er grundsätzlich die Kosten der anwaltlichen Vertretung zu tragen. Gleiches gilt für den Zivilprozess; wer unterliegt, zahlt.

Ja, wenn man selber baut. Nein, wenn es ein Generalunternehmer tut.

Im Beweissicherungsverfahren wird ein Sachverständiger vom Gericht beauftragt, der spezielle, unter den Parteien streitige Fragen beantworten soll. Dieses Verfahren wird grundsätzlich ausserhalb eines Prozesses geführt; es findet regelmässig keine mündliche Verhandlung statt.

Die Beratungsgebühr beträgt 165,55 €. Eine Verfahrensgebühr beträgt 393,90 €; regelmäßig kommt eine Terminsgebühr in Höhe von 363,60 € hinzu. Weiter hinzu kommen Nebenkosten und MWSt.

VOB = Verdingungsordnung für das Baugewerbe; eine besondere Art allgemeiner Geschäftsbedingungen.

Nein, nur wenn sie mit einbezogen wurde und wenn beide Vertragspartner die Regelungen der VOB kennen.

Ja, wenn der Unternehmer erfolglos zur Mängelbeseitigung aufgefordert wurde.

Nein, nach der neueren Rechtsprechung des BGH muss der Besteller nur die Symptome nennen (z. B. Feuchtigkeit im Fusspunkt der Kellerwand); der Unternehmer hat daraufhin die Darlegungs- und Beweislast, dass ihn keine Verantwortung trifft.

Der Besteller kann auch nach Abnahme Gelder einbehalten, und zwar mindestens in Höhe des Dreifachen der für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten.

Wenn der Besteller den Vertrag kündigt, Schadensersatz verlangt oder grundsätzlich eine Mängelbeseitigung abgelehnt hat (z. B. im Rahmen einer Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung).

Er kann das Sachverständigenverfahren gem. § 641 a BGB beschreiten.

Der sog. Antragsteller eines Beweissicherungsverfahrens hat taktische Vorteile: Er bestimmt überwiegend den Fragenkatalog, er kann den Sachverständigen vorschlagen (muss sich das Gericht aber nicht dran halten), er kann den späteren Prozess in eine gewisse Richtung lenken.

Nein, er muss den Unternehmer zunächst auf Nacherfüllung in Anspruch nehmen.

Diese Ansprache stehen dem Besteller unter gewissen Voraussetzungen zu. Allerdings ist die gesetzliche Regelung sehr verzwickt, so dass es immer auf den Einzelfall ankommt.

Ja, in gewissen Fällen kann es für den Unternehmer wirtschaftlich sinnvoller sein, nicht nachzubessern, sondern neu zu errichten. Diese Vorgehensweise ist durch den Gesetzgeber sanktioniert.

Diese Frage ist die wohl am häufigsten gestellte. Eine eindeutige Antwort kann man nicht geben; z. B. wird die Verjährung der Mängel-Ansprüche von 5 ( BGB ) auf 2 ( VOB ) Jahre reduziert, aber durch rechtzeitige Anzeige der Mängel wird die Frist dann noch einmal um 2 Jahre verlängert.

Wenn nichts anderes vereinbart ist, nach Fertigstellung des Werkes (Abnahme).